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Das Österreichische Akromegalie-Register stellt sich vor
Projektleiter:
Univ.Prof.Dr. Georg Leb
Medizinische Universitätsklinik
A-8036 Graz, Auenbruggerplatz 15
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Das Österreichische Akromegalie-Register ist ein Projekt der
Österreichischen Gesellschaft für Endokrinologie und Stoffwechsel
(ÖGES). Das Register erfasst die Daten der in Österreich lebenden
Patienten mit Akromegalie in anonymer Form und stellt damit eine
objektive Datenbasis für systematische wissenschaftliche Untersuchungen
zur Verfügung.
Die Akromegalie ist eine seltene Erkrankung. Bei einer Inzidenz von 3
bis 4 Neuerkrankungen pro 1 Million Einwohner pro Jahr ist in
Österreich mit einer Anzahl von etwa 400 Patienten zu rechnen. Die
meisten dieser Patienten werden in endokrinologisch tätigen
Institutionen behandelt.
Das Register soll epidemiologische Daten zur Häufigkeit der Erkrankung
sowie zur Geschlechts- und Altersverteilung erheben und
wissenschaftlich die Langzeitmorbitität und Mortalität der Akromegalie
untersuchen. Damit soll die Qualitätskontrolle in Diagnostik und
Therapie dieser Erkrankung gefördert werden.
Erhoben werden neben den epidemiologischen Daten auch Angaben zur
klinischen Symptomatik, Zeitpunkt des Auftretens und der endgültigen
Diagnose sowie die eingesetzten diagnostischen Verfahren. Derzeit
beträgt das Intervall zwischen den ersten Symptomen und der Diagnose 5
bis 10 Jahre. Weiters wird der Spontanverlauf und der Krankheitsverlauf
unter verschiedenen therapeutischen Optionen (Operation, Bestrahlung,
medikamentöse Therapie) und schließlich das Auftreten von
Sekundärerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus, Hypertonie,
Kardiomyopathie, Gelenkserkrankungen und maligne Tumoren dokumentiert.
Das Register soll damit die Durchführung gemeinsamer Studien an
repräsentativen Patientenzahlen ermöglichen.
Bisher gibt es in Österreich – wie auch in anderen Ländern – für diese
seltene Erkrankung nur unzureichend epidemiologische Daten. Aus den
Erkenntnissen dieser retrospektiven Erhebungen sollen Vorschläge zur
Optimierung des Vorgehens bei der Diagnose und Therapie der Akromegalie
erarbeitet werden. In einer weiteren prospektiv angelegten Erhebung
sollen die Auswirkungen einer optimierten Diagnostik und Therapie
überprüft werden.
Das Register wird finanziell durch die Firma Novartis Pharma
GmbH-Österreich unterstützt. Die Organisation und technische
Durchführung wurde der Firma Lohmann & Birkner, Health Care
Consulting GmbH, Berlin übertragen. Es wird dieselbe Software wie in
den deutschen und englischen Registern verwendet, damit ist eine
bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse gegeben.